Noch immer kann sich eine Lebensversicherung rentieren

Seit Jahrzenten stellt die Lebensversicherung bei den deutschen Sparern den Liebling für die Altersvorsorge dar. Noch immer sind in Deutschland mehr Lebensversicherungen als Einwohner vorhanden. Im Bestand haben die Menschen Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft etwa 87 Millionen Verträge im Jahr 2015. Sehr viele Verträge sind jedoch mit dabei, welche schon seit Jahrzehnten laufen. Viele Menschen stellen sich allerdings die Frage, ob sich der Abschluss der neuen Lebensversicherung noch lohnt.

Welche Vorteile sprechen für eine Lebensversicherung?

Sollte innerhalb einer Familie der Hauptverdiener sterben, dann kann dies zu einem finanzielle Fiasko führen. Die Lebensversicherung soll die Angehörigen davor schützen und Verbraucherschützer geben an, dass der Abschluss der Risikolebensversicherung dafür ausreichend ist. Im Vergleich zu der kapitalbildenden Lebensversicherung ist sie wesentlich günstiger, denn eingezahlte Beiträge werden nicht erstattet und nur Todesfälle werden abgesichert. Die kapitalbildende Lebensversicherung allerdings dient für die Altersvorsorge.

Die Versicherten haben dabei die Wahl zwischen der lebenslangen Rente oder in einer Summe können Beiträge ausgezahlt werden. Der Garantiezins für Neuverträge wurde von dem Bundesfinanzministerium festgelegt und liegt bei 1,25 Prozent. Es kommt noch die freiwillige Überschussbeteiligung hinzu, die sich nach Erfolg der Anlagestrategie und nach Wirtschaftslage richtet. Die Ratingagentur Assekurata gab an, dass die durchschnittliche Verzinsung aus Überschussbeteiligung und Garantiezins bei 3,54 Prozent im Jahr 2015 lag.

In der Zwischenzeit werden von mehreren Versicherungen auch Verträge angeboten, wo keine Zinsen garantiert werden, jedoch eine höhere Rendite möglich ist. Der Erhalt von eigenzahlten Beiträgen und zu dem späteren Zeitpunkt eine Mindestrente werden hier zugesichert. Die Kunden sollen von den höheren Renditechancen profitieren, wenn es im Kapitalmarkt aufwärts geht.

Weshalb lohnt sich die Lebensversicherung noch immer?

Immer wieder wird im Internet gelesen, dass sich als Altersvorsorge keine kapitalbildende Lebensversicherung mehr eignet. Vergessen wird dabei allerdings ein wichtiges Argument. Für alle Anlageprodukte gelten schließlich die Probleme der Lebensversicherung. Die Problematik liegt einfach an den Leitzinsen von der EZB. Auf dem Zinsmarkt sind die Renditen auf ein Minimum gesunken und laut Gesetzt müssen die eingezahlten Beitragsgelder für kapitalbildende Lebensversicherungen zum Großteil in die Anleihen investiert werden.

Bei guten Kapitallebensversicherungen gibt es auch trotz der Niedrigzinsen zum Teil noch eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,9 Prozent. Dies ist damit noch immer wesentlich mehr, wie beispielsweise bei einem Festgeldkonto erhalten wird. Auch heute kann sich aus diesem Grund noch eine Lebensversicherung rentiere. Gerade bei Festgeld- oder Tagesgeldkonten ist die Versuchung schließlich hoch, dass Geld abgehoben wird.

Viele Menschen geben das Geld gerne aus und denken daran, später noch zu sparen. Die private Altersvorsorge allerdings wird damit dann nach hinten verschoben. Wird jedoch in die kapitalbildende Lebensversicherung einbezahlt, dann gibt es den verpflichtenden Zahlplan und die Altersvorsorge kann nicht mehr aufgeschoben werden.

Die private Altersvorsorge ist deshalb wichtig, weil die gesetzliche Rente nicht ausreicht. Nicht nur dass es bei dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto auch nur etwa 1 Prozent Zinsen gibt, hier muss auch noch die Kapitalertragssteuer bezahlt werden.