SEPA – Vereinheitlichter Zahlungsverkehr europaweit

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area und heißt zu deutsch: Einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum. Das Sepa Verfahren legt einheitliche Standards im internationalen Zahlungsverkehr fest, die eine sichere, schnelle und effektive Abwicklung von bargeldlosen Zahlungen erlaubt.

sepa verfahren

Gründe für die SEPA Einführung

Vor Einführung des SEPA Verfahrens gab es in jedem Staat eine nationale Lösung zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Diese bestanden aus unterschiedlichen Rechtsnormen und Vereinbarungen zwischen den Banken, technischen und organisatorischen Standards, Softwarelösungen und Clearingstellen.
Darüber hinaus existierten internationale Lösungen.

Das Nebeneinander unterschiedlicher Systeme verteuerte den Zahlungsverkehr erheblich. Darüber hinaus war der Einsatz von verschiedenen Systemen anfällig für Fehler. Ziel des Sepa Verfahrens war, den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb des SEPA Raumes so zu vereinheitlichen, dass für den Kunden kein Unterschied mehr zwischen nationalen und internationalen Überweisungen besteht. Auf Rechtsgrundlage der EU Verordnung Nr.260/2012 entstand daher die Festlegung der technischen Vorschriften für Überweisungen und Lastschriften.

Fristen und Teilnehmer am SEPA Verfahren

Der gemeinsame Einführungstermin für den internationalen Zahlungsverkehr wurde auf den 1.Februar 2014 festgelegt, mit einer Übergangsfrist bis zum 31.August 2014. Per 1.Februar 2016 wurde dann auch der nationale Zahlungsverkehr, innerhalb der einzelnen SEPA Ländern, die den EURO als offizielles Zahlungsmittel nutzen, verpflichtend auf das SEPA Verfahren umgestellt.

Zur Zeit nehmen 34 Staaten am SEPA Verfahren teil. Dies sind alle 28 Mitgliedsländer der europäischen Union, inklusive der französischen Übersee Departments, die Kanaren, die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla und die portugiesischen Inseln Azoren und Madeira. Als Nicht-EU Länder gehören die Schweiz, Monaco, San Marion, Jersey, Guernsey und die Isle of Man, dem Sepa Raum an.

Methoden des Zahlungsverkehres mit SEPA

Per Sepa sind die folgenden Möglichkeiten des Zahlungsverkehres gegeben:

  • SEPA – Überweisungen,
  • SEPA – Basislastschriften
  • SEPA – Firmenlastschrift, diese hat kürzere Fristen und kein Widerspruchsrecht

Zur Ausführung des SEPA Zahlungsverkehrs stehen verschiedene, sogenannte Mandate zur Verfügung:

  • das papiergebundene Mandat, mit eigenhändiger Unterschrift
  • das E-Mandat als freiwilliger Service der Banken
  • das elektronische Mandat mit sicherer Unterschrift

Das SEPA Lastschriftverfahren unterliegt ebenfalls strengeren Regeln und Ausführungsbestimmungen. Voraussetzung für das SEPA Lastschriftverfahren ist, dass der Schuldner, dem Zahlungsempfänger zuvor ein Mandant erteilt hat.

Mittels der SEPA Lastschrift können national und international, transparent und unkompliziert, fällige Beträge eingezogen werden, ohne, dass dafür zusätzliche Gebühren anfallen. Der Einzugstermin kann festgelegt werden, was eine fristgerechte Erfüllung von Forderungen gewährleistet. Ein Erstattungsanspruch von eingezogenen Beträgen besteht für 8 Wochen, ohne Angabe von Gründen.

Zur Ausführung der Überweisungen nach dem SEPA Verfahren ist ein einheitliches Standard- Überweisungsformular vorgeschrieben. In der ersten Zeile werden die die Namensangaben des Zahlungsempfängers eingetragen, in der zweiten Zeile die IBAN Nr. des Empfängers, in der dritten Zeile der BIC Code, welcher die Empfängerbank eindeutig ausweist, dann in der vierten Zeile den Betrag in Euro und Überweisungszweck, in der fünften Zeile folgen Name und Iban des Absenders und die Unterschrift mit Datum.

Erklärung IBAN

Die IBAN Nummer hat die bis dahin gültige Kontonummer abgelöst. Diese beginnt immer mit dem Länderkennzeichen und der zweistelligen Prüfsumme, die nach einem genau festgelegten Verfahren berechnet wird. Danach folgen die Bankleitzahl und die maximal 10-stellige Kontonummer. So sind die Identifikationsdaten aus der IBAN Nummer schnell erkennbar und für elektronische Systeme effizient zu verarbeiten.

Die gesamte Länge der IBAN Nummer ist je nach Anwenderland unterschiedlich, darf aber maximal 34 Stellen aufweisen. Für Deutschland beträgt die Länge immer 22 Stellen.

Insgesamt hat sich die Einführung des SEPA Systems bewährt und hat zu den angestrebten Ergebnissen geführt, wenn die Einführung zu den Termin im Jahre 2014 für Länder, Banken und Unternehmen zunächst auch nicht unproblematisch war.

Der Hype um die Kryptowährungen – Alle Infos zusammengefasst

Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin, Ethereum, Litecoin und co. sind in diesen Tagen in aller Munde, stellen diese doch einen historischen Schritt in der möglichen Abwendung vom Zentralbankgeld dar. Kryptowährungen hingegen sind verschlüsselte Währungen im in den Weiten des Netzes, die von komplizierten Serverlandschaften berechnet werden und für den digitalen Handel bestimmt sind.

Nebst Käufern von Produkten oder Dienstleistungen im Netz nutzen aber auch immer mehr Spekulanten die risikoreichen Kryptowährungen für gute Geschäfte. So haben etwaige ICOs – so wird die Geburtsstunde einer Kryptowährung bezeichnet – Spekulanten bereits zu horrenden Gewinnen verholfen, die innerhalb kürzester Zeit realisiert werden konnten. Wir haben uns daher einmal intensiv mit der Thematik der Kryptowährungen beschäftigt und möchten Ihnen diese innerhalb eines informativen Artikels näher erklären.

Wie eine Kryptowährung überhaupt funktioniert

Kryptowährungen funktionieren im Allgemeinen nach der Systematik der so genannten Blockchain. Hierbei handelt es sich um eine völlig neuartige Technik, Daten zu speichern. Diese erlaubt im Grunde genommen eines sicheres Management von Daten jeglicher Art – z.B. von Transaktionsdaten. Die kleinste Einheit dieser Technologie ist die „Transaktion“, welche entsprechend zu Blöcken zusammengefasst werden.

Die Blöcke werden im weiteren Verlauf miteinander verkettet und somit wächst schlussendlich die jeweilige Datenbank. Derartige Datenbanken gelten als manipulationssicher und werden zusätzlich mit der Hash-Funktion verschlüsselt. Der Prozess, bei welchem ein solcher Block produziert wird, wird als „Mining“ bezeichnet. Er signalisiert den Herstellungsprozess einer Kryptowährungseinheit beliebiger Höhe.

Das Mining an sich ersetzt somit die elementare Funktion einer Zentralbank, die die entsprechenden Banknoten druckt oder Giralgeld erstellt. Die angewandte Technik im Bereich der Erzeugung von Kryptowährungen wie z.B. Bitcoin und Co. ist der so genannte „Proof of Work“ – hierbei handelt es sich um eine kompliziertes Rechenkonstrukt, dessen Lösung per Großrechner mit enormer Rechenleistung der Erhalt von Einheiten der jeweiligen Kryptowährung ist – Einheiten werden auch als Coins bezeichnet.

Die Geschichte der Kryptowährungen

Die erste Kryptowährung der Welt – der Bitcoin – hat seine Ursprünge im Jahre 2009. Seit dieser Implementierung kam es weltweit zu weiteren Kryptowährungsemissionen – den ICOs. Insgesamt gibt es derzeit über 3.000 Kryptowährungen, die allesamt gehandelt werden und entsprechend einem anderen Zweck dienen. Als Allrounder unter den Kryptowährungen mit dem zugleich höchsten Marktanteil gilt aber weiterhin der Bitcoin.

Seit den Anfängen des Bitcoins und den so genannten Altcoins – kurz für: alternative Coins – hat sich einiges getan. So wird die Technologie der einzelnen Kryptowährungen immer fortschrittlicher, etwaige Software-Implementierungen und Verbesserungen treiben den Hype damit immer mehr an. Trotz dass einige Kryptowährungen in ihrer Entwicklung noch am Anfang stehen, sagen Experten den Kryptowährungen eine erfolgreiche Zukunft voraus.

Kryptowährungen können bisweilen nur auf speziellen Kryptowährungsbörsen gehandelt und in so genannten „Wallets“ aufbewahrt werden – das sind die digitalen Geldbeutel für Kryptowährungen.